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Jürgen Frosch alias Jay Frog unternahm seine ersten
musikalischen Ausflüge schon in jungen Jahren - auf der Flöte, dem Xylophon und
schließlich mit einer kreischenden E-Gitarre. Nach einem kurzen Gastspiel in
einer Rockband wurde sein Interesse - von den Titelmelodien des legendären Amiga
Computers magisch in den Bann gezogen - jedoch schnell in Richtung elektronische
Musik gelenkt.
Fortan verschrieb er sich komplett dem Techno.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit beim Musikvertrieb Discomania begann der
Technik-Freak damit, sich sein eigenes Equipment aus Synthesizern, Keyboards und
allem was zum Produzieren nötig ist, zuzulegen. Seinen ersten eigenen Roland
Synthesizer brachte er sogar eigenhändig aus Japan mit. Er legte also fleißig
mit dem Sampeln und Arrangieren los, und schon bald wurde man auf seine
Produktionen aufmerksam, sodass er erste Remix-Aufträge erhielt.
Mittlerweile umfasst die Liste seiner Remixe u.a.
Namen wie La Bouche, Sweetbox, Kosmonova, Deskee, Yello, Masterboy, Doug
Laurent, Ayla, Talla 2XLC, Sash!, Martin Eyerer und Chris Hülsbeck.
Auch mit seinen unzähligen eigenen Projekten wie
Techno Teens, Legend B, Rainmaker, Miss Thunderpussy und Trance Action, um nur
einige zu nennen, konnte er Erfolge in den Clubs feiern. Und nicht zu vergessen
der Track „Pushin‘“, den er unter seinem Alias Jay Frog auf Kontor Records
veröffentlichte.
Auf den Titel aufmerksam geworden, verpflichteten
Scooter den Ludwigshafener als Remixer für den Track „Living On Video“ ihres
Side-Projekts Ratty und später sogar für ihren Top 10-Hit „Ramp! (The Logical
Song)“. Das sollte in der Folge zu einer bedeutenden Veränderung im Leben des
Jay Frog führen. Nachdem er bereits bei der „Push The Beat For This Jam – The
2nd Chapter“-Tour den zeitweise erkrankten Axel Coon hinter den Keyboards
vertrat, wurde er nach dessen Ausstieg bei Scooter das dritte Mitglied der
weltweit erfolgreichsten Techno-Formation. Hier bildet er seitdem den
DJ-Part des Trios und kümmert sich dabei vorwiegend um Basisgrooves und die
neusten Trends aus der Club-Szene. Zusammen mit Bandkollege Rick J. Jorden
ist er darüber hinaus für die Technik zuständig. Bereits an der Fertigstellung
ihres #1 Gold-Hits „Nessaja“ war er tatkräftig beteiligt. Vier Singles und ein
Studio-Album später ist das Leben eines Popstars zu seinem Alltag geworden und
für seine zweite Leidenschaft nach dem Produzieren, dem Auflegen, findet der
mittlerweile zweimalige Echo-Preisträger nur noch selten Zeit.
Für die aktuelle „Kontor – Top Of The Clubs“ hat
er sich die Zeit aber genommen und steuert bereits zum zweiten Mal einen Mix für
die Compilation bei. |